Seminare 2012


  Gerne kommen wir auch zu Ihnen und richten ein Seminar Ihrer Wahl vor Ort aus. Weitere Informationen finden Sie unter "Rent-a-Teacher".seminar


11.03. Partnerübungen für Grundlagen, Form und Anwendung

24.03. Kurzform

14.04 Anwendungsideen und Kraftentfaltung

21.04. Langform

26./27.05 die Kampfkunst des Tai Chi Chuan - Anwendung /Selbstverteidigung (Zweitägig)

02.06. Tag der offenen Tür


Gebühr:

Eintägiges Seminar für externe Teilnehmer 65.-
....für Akademiemitglieder
55.-
Zweitägiges Seminar für externe Teilnehmer120.-
....für Akademiemitglieder95.-

Alle Anmeldungen werden schriftlich per Post oder E-Mail bestätigt.

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Die Workshops sind je nach Lehrinhalt in der Teilnehmerzahl begrenzt, die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Die Anmeldungen sind bindend, sobald sie bestätigt sind. In der Regel sind immer zwei Lehrer anwesend, um eine enge Betreuung und individuelle Unterweisung zu ermöglichen.

Trainingszeiten:

Unsere Seminare finden samstags oder sonntags von 9:30 - 12:00 und 13:15 - 15:45 statt.
In der Mittagspause lassen wir uns etwas leckeres liefern :)

 


Anmeldung: um sich zu einem Seminar anzumelden, reicht eine Mail an  This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. mit dem gewünschten Termin/Workshop als Inhalt. Nach deren Bestätigung ist der Platz reserviert und die Anmeldung verbindlich.



Seminarkonzept:

Wir versuchen in jedem Seminar die Kunst des Tai Chi Chuan in seinem gesamten Spektrum zu präsentieren. Dies bedeutet, dass wir nicht einfach nur ein Thema sehr eng begrenzt durchnehmen und dann, wie es häufig gehalten wird, in endlosen Wiederholungen die gleichen Techniken und Abläufe stundenlang mit wechselnden Partnern wieder und wieder durchspielen. Wir analysieren, erarbeiten und trainieren die Snake-Style-Prinzipien, Grundlagen und Techniken am ausgewählten Thema von allen Seiten, um dadurch ein tieferes Verständnis und Begreifen im Geist der Übenden zu erzeugen. Dadurch profitiert das nachfolgende eigene Üben nach unserer Erfahrung weit mehr als durch den allgemeinen repetitiven Ansatz.


 

Tage der offenen Tür

An diesen Tagen kann man sich  unverbindlich die Akademie anschauen, den anwesenden Tai Chi & Qi Gong Lehrern Löcher in den Bauch fragen, an den verschiedenen Angeboten teilnehmen, Tee und Knabbereien genießen und sich einen generellen Überblick über uns verschaffen.

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Zeitplan:

ab 9:30 Einlass

10:15 - 11:00 Grundübungen, Dehnung, Mobilisation. Grundlagen mit Erklärungen über das Wieso, Warum und die Wirkungen

11:30 - 12:15 Qi Gong/DaoYin - ein Überblick über die verschiedenen Angebote und Übungen

12:45 - 13:30 Tai Chi Chuan - Gesundheitsübung, Bewegungsmeditation oder Kampfkunst ? Enscheiden Sie selbst ...

14:00 - 14:45 Grundübungen, Dehnung, Mobilisation. Grundlagen mit Erklärungen über das Wieso, Warum und die Wirkungen

15:15 - 16:00 Qi Gong/DaoYin - ein Überblick über die verschiedenen Angebote und Übungen

16:30 - 17:15 Tai Chi Chuan - Gesundheitsübung, Bewegungsmeditation oder Kampfkunst ? Enscheiden Sie selbst ...





Die Seminarinhalte

 

Daoyin (Qi Gong /Nei Gong)

In diesem Seminar werden verschiedene Daoyin Übungen trainiert. Diese dienen sowohl zum äußerlichen Aktivieren der Meridiane (Energiebahnen im Körper) sowie der grundlegenden Mobilisierung und Lockerung des Körpers.

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Vom Scheitel bis zur Sohle werden die verschiedenen Muskelgruppen, Bänder- und Sehnenkomplexe, die Wirbelsäule und Gelenke sanft gedehnt, gestreckt und gelockert, während man mit der Vorstellung verschiedene interne Bezüge herstellt. Auch werden hier verschiedene Grundübungen zur Steigerung der Beweglichkeit, welche Bob Boyd von Mary Yang und Ip Tai Tak gelernt hat, vermittelt.Im Theorieteil werden die Grundprinzipien, Ideen und Wirkungsweisen des Qi Gong, Chi/Qi erklärt und vertieft.Im ruhigen Qi Gong werden verschiedene Zhang Zhuan (Stehen wie ein Baum) Positionen geübt, bei denen man den Körper so weit wie möglich in einen Grundtonus entspannt und dann mit dem Geist und Visualisierungstechniken arbeitet, um seine Energien zu bewegen.

Im bewegten Qi Gong wird je nach Schwerpunkt wechselnd mit Lohan Gong, den 18 Ausdrucksformen des Tai Chi-Qi Gong oder den Acht Brokatübungen (Baduan Jin) samt zugehörigen Grundübungen gearbeitet, welche auch Hauptbestandteil unserer Slo-Gung Klassen sind.

Als Sonderschwerpunkt kann auch die 24er Tai Chi Form in Qi Gong Laufart unterrichtet werden.

Jeweilig geplante Schwerpunkte erhalten Sie gerne auf Anfrage.


Einstieg & Vertiefung - 24er Kurzform

Anfänger erlernen hier neue/weitere Bilder der Kurzform und vertiefen das bereits Bekannte. Fortgeschrittene üben und vertiefen hier besonders den verbundenen Formlauf mit Schwerpunkt auf die Intention (Yi) der Bewegung. Die Kurzform wird auf richtige Haltung, Fuß- und Handkoordination und Bewegungsfluss korrigiert sowie in leichten Partnerübungen auf Kraftfluss und Dynamik überprüft und vertieft.

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Die bei uns gelehrte 24er Form (Pekingform) KF Bildunterscheidet sich von den heute üblicherweise gelehrten 24er Formen insofern, als dass sie nach den Prinzipien des Snake-Style geübt wird.
Dies wirkt sich auf Schrittart, Kua- und Taillenbewegungen, schonende Gelenknutzung und nicht zuletzt die Kampfanwendung aus. Die 24er Kurzform in alter Ausführung und Schrittweise ist eine wunderbare Basisform, um sich die Prinzipien des Snake-Style zu erarbeiten, sie zu vertiefen und in einer abgeschlossenen kurzen Sequenz von ca. 6 bis 8 Minuten Länge zu üben.
Von dieser Basis aus ist es ein Leichtes, aufbauend die lange, traditionelle Form der Ip Familie zu erlernen. Die Form wird auf richtige Haltung, Fuß- und Handkoordination und Bewegungsfluss korrigiert sowie in Partnerübungen auf Kraftfluss und Dynamik überprüft und vertieft. In gemeinsamer Partnerarbeit werden Stabilitäts- und Anwendungstests durchgeführt, Fehlerquellen aufgedeckt und Korrekturen erarbeitet..

Schwerpunkte dafür sind unter anderem:

1. Gewichtung und Gewichtsverlagerung (Centerline & 100/0 Stance)

2. Taillendrehung & -neigung, äußere/innere Ausrichtung des Dantian (Root to the Foot)

3. Hüftgelenkbenutzung (Kwa Functions)

4. leitende Bewegung des „Hollow-Points“ und Oberkörperbedeutung (Raise Back & Hollow Chest & Core Movements)

5. Intention bei den Bewegungen (Yi)

6. verbundene/fließende Bewegungsfolgen (Connected Movement)

7. Schrittarbeit in Folge der inneren Bezüge (Chicken Steps)

8. Bedeutung und Ansteuerung von Hand und Arm (Express to the Hands / Iron in Cotton)

9. "Eisen gehüllt in Baumwolle" (Iron wrapped in Cotton)

10. und natürlich Rückenschule und die Gesundheitsbedeutung des Snake-Style

Für fortgeschrittene Kurzform Tai Chi´ler wird die Kurzform in der Variante der "Schnellen Faust" (Cheung Chuan) unterrichtet



Langform  - Formlauf und Prinzipien für Anfänger und Fortgeschrittene
In diesem Seminar wird die Tai Chi Familienform nach Yang Sau Chung / Ip Tai Tak geübt und vertieft. Dieser Workshop richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen, schon vorhandenes Wissen wird vertieft und verfeinert und weitere Aspekte, Details und Anwendungsideen herausgearbeitet. Anfänger erlernen hier neue/weitere Bilder der Form und vertiefen zusammen mit den Fortgeschrittenen die Prinzipien des Tai Chi Chuan.
Die Form wird auf richtige Haltung, Fuß- und Handkoordination und Bewegungsfluss korrigiert sowie in Partnerübungen auf Kraftfluss und Dynamik überprüft und vertieft. In gemeinsamer Partnerarbeit werden Stabilitäts- und Anwendungstests durchgeführt, Fehlerquellen aufgedeckt und Korrekturen erarbeitet..

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Es werden individuell nach Bedarf die Bewegungen und Sequenzen aus den drei Teilen der langen Form durch genommen.  Natürlich werden ebenso die grundlegenden Anwendungen zu den einzelnen Bewegungen vermittelt, damit man auch weiß, was man genau macht. Um ein besseres Verständnis der einzelnen Positionen/Bewegungen und ihrer eigentlichen Bedeutung zu erhalten, werden wir viel mit Partnerübungen, Druck- und Zugtests arbeiten und viele Detailkorrekturen durchführen, variierend nach der jeweiligen Anwendungsidee.
Alle Bewegungen der Tai Chi Chuan Form beinhalten bekanntermaßen eine oder auch mehrere Möglichkeiten der Anwendung zur Selbstverteidigung, daher werden die verschiedenen Bewegungen eben daraufhin analysiert, mit Partner angewandt und weitergehende Feinheiten und Möglichkeiten der Variation erarbeitet, so dass aus einem inhaltslosen Formlauf eine sinnvolle Übung wird, welche die Idee der Anwendung beinhaltet und dadurch wiederum das Yi (Intention, Absicht, entspannte einsgerichtete Geisteshaltung) entwickelt.
Schwerpunkte dafür sind unter anderem:

1. Gewichtung und Gewichtsverlagerung (Centerline & 100/0 Stance)

2. Taillendrehung & -neigung, äußere/innere Ausrichtung des Dantian (Root to the Foot)

3. Hüftgelenkbenutzung (Kwa Functions)

4. leitende Bewegung des „Hollow-Points“ und Oberkörperbedeutung (Raise Back & Hollow Chest & Core Movements)

5. Intention bei den Bewegungen (Yi)

6. verbundene/fließende Bewegungsfolgen (Connected Movement)

7. Schrittarbeit in Folge der inneren Bezüge (Chicken Steps)

8. Bedeutung und Ansteuerung von Hand und Arm (Express to the Hands / Iron in Cotton)

9. "Eisen gehüllt in Baumwolle" (Iron wrapped in Cotton)

10. und natürlich Rückenschule und die Gesundheitsbedeutung des Snake-Style


die Kampfkunst der Tai Chi Chuan - Anwendung /Selbstverteidigung für Tai Chi´lerSV Bild


Dieses Seminar betrifft die angewandte Kampfkunstseite des Tai Chi Chuan. Es richtet sich sowohl an SV-Unerfahrene und "Auffrischer" als auch an Fortgeschrittene. Es werden die allgemeinen Grundlagen der SV demonstriert, in Partnerübungen  ausprobiert und eingeschliffen und die Fertigkeiten mit wechselnden Partnern getestet. Es werden Standardsituationen durchgespielt (Verteidigung gegen Handgelenkergreifen, Würgen, Umarmung, anstürmende und statische Gegner, Schlag- und Trittabwehr) sowie auf die Rechtsgrundlagen eingegangen und mit Situationsfragen verdeutlicht. Das Erlernen von einfachen und sicheren Techniken der Befreiung, der Kontrolle und des Schutzes ist das Ziel dieser Übungen, basierend auf der Reihenfolge "Ausweichen - Verwurzelung zerstören - Kampf beenden". Für Tai Chi´ler, die bereits mit der Anwendung vertraut sind, werden hier vielfältige Varianten der Form geübt, mit Schwerpunkt auf Chin-Na (Halten & Festlegen) Techniken.

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Ziel hierbei ist es: 1. sich von seinem Gegner trennen zu können und dann auch genug Zeit zu haben, um weg zu kommen 2. den Gegner zu kontrollieren, damit er keinen weiteren Schaden anrichten kann 3. einer anderen Person zu helfen, die von einem Gegner bedrängt wird. Dazu gehört ganz unter anderem die Rechtssicherheit: "Darf ich mich jetzt überhaupt wehren?" und ein Situationsüberblick: "Kann ich selbst helfen oder sollte ich lieber Hilfe holen?"

Hierbei arbeiten wir uns im Laufe des Seminares über unten stehenden Punkte Tui Shou (schiebende/fühlende Hände), zu San-Shou (schlagende Hände) zu Chin-Na (Halten/Kontrollieren/Festlegen) vor.


  • Tui-Shou (schiebende/fühlende Hände)

Die Tui-Shou sind Übungen in partnerschaftlichem Vordringen und Zurückweichen, Aufnehmen und Vorstoßen mit dem Ziel, eine andere Art der Wahrnehmung, das Fühlen, zu entwickeln und auszubauen. Zuerst nur mit jeweils einem Arm und im Stehen, übt man später mit beiden Armen und gehend, die Stöße und Schübe seines Partners aufzunehmen, abzuleiten, zu neutralisieren und in einen Gegenangriff umzuwandeln. Man versteht, die ankommende Energie mehr und mehr abzuleiten, anstatt sie hart zu empfangen und sich auf ein Kraftspiel einzulassen, das nur der Muskulösere oder Massigere gewinnen kann. Diese Übungen geben einem eine Vielfalt an Möglichkeiten, seine eigenen Fähigkeiten weiter zu entwickeln, und sind eine wichtige Vorbereitung und Ergänzung zu weiteren Anwendungen des Tai Chi Chuan in der Selbstverteidigung.


  • San-Shou (schlagende Hände)

Großmeister Ip-Tai-Tak sagte einmal: "Not to touch, is not to teach!", in diesem Sinne werden wir hier vielfach freundlich "Hände tauschen" und aufbauend auf die Tui-Shou Kenntnisse das Vordringen und Ableiten üben,auch gegen Schläge und Tritte. Das Ganze erfolgt ein- und zweihändig, sowohl nach vorgegebenen Abläufen als auch im freien Spiel. Zum weiteren Übungsfeld gehört unter anderem auch die Kunst des Fa-Jin, der explosiven Kraftentfaltung.


  • Chin-Na (Halten/Kontrollieren/Festlegen)

Die Kunst des Chin-Na besteht darin, einen Gegner zu ergreifen und durch Gelenk-, Hand-, Finger-, Bein- und Genickhebel, Grifftechniken und daraus resultierenden Gleichgewichtsproblemen am Ausführen weiterer Angriffe zu hindern - einerseits unter Einbeziehung von Akupressur-/Schmerzpunkten und andererseits mit Techniken zum Muskel-/Bänder-/Sehnenergreifen. Wir werden die Möglichkeiten, Konter und Schwierigkeiten des Chin-Na aufzeigen, in Partnerübungen lernen und das Ganze mit grundlegender Fallschule abrunden. Halte- und Festlegetechniken sind ein grundlegender Bestandteil unserer Kampfkunst und ermöglichen es - im Gegensatz zu Schlag- und Tritttechniken-, einen Gegner möglichst sanft unter Kontrolle zu bringen, sofern sich die Gelegenheit dazu bietet, oder aber auch eine Situation schnell und schmerzvoll (für den Aggressor) zu beenden, je nachdem, was erforderlich ist, um sich und andere zu schützen.



Sonderschwerpunkt Waffen (wird extra angekündigt):

SV-Seminare mit diesem Schwerpunkt gehen insbesondere auf die Verteidigung mit und gegen Waffen ein. Es werden Chancen, Möglichkeiten und Probleme im Umgang mit waffennutzenden Gegnern aufgeführt und in Partnerübungen trainiert. Dabei werden die verschiedenen eigenen Möglichkeiten der Abwehr, besonders unter Benutzung von mitgeführten Gegenständen (Tasche, Rucksack, Spazierstock/Regenschirm, Tempopackung, Schlüsselbund, Schminkutensilien, Feuerzeug, Zigarettenpackung, etc.) und auch Kleidungsstücken (Jacke, Schal, Handschuhe, Gürtel, usw.) durchexerziert, um mit einigen gängigen Mythen der Waffenabwehr aufzuräumen und praktikable Möglichkeiten aufzuzeigen.



Säbelform

Die Säbelform ist diejenige Waffenform, welche einem am deutlichsten hilft, die Fertigkeiten und Prinzipien des Snake-Style zu erkennen und zu vertiefen. Es geht hierbei nicht um den Kampf mit dem Säbel, sondern um eine ergänzende Tai Chi Form, welche einem zu einem tieferen Verständnis dieser Bewegungskunst verhilft.

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Man erlernt hierbei, seine Bewegungen auf einen Gegenstand abzustimmen und diesen weich und elegant entsprechend seiner Funktion in einen Formlauf zu integrieren. Man erlernt hier vor allem auch den bewussteren Umgang mit seinen Fuß- und Handgelenken und der Oberkörperbewegung, welcher einem bei allen Waffen- und Faustformen zu Nutzen kommt. Alle Formen des Tai Chi wirken auf vielen unterschiedlichen Ebenen, haben aber verschiedene Schwerpunkte. Der Schwerpunkt der Säbelform ist in diesem Fall, fließend runde und verbundene Bewegungen zu kultivieren und seine Konzentration vom Knauf bis auf die Säbelspitze zu erweitern.
Abgerundet wird dieser Workshop mit grundlegenden Säbelpartnerübungen zum besseren Verständnis der Säbelführung und Steigerung des Yi (Intention, Absicht, entspannte einsgerichtete Geisteshaltung).

Die Säbelform wird nach dem Erlernen dynamischer ausgeführt als die Schwertform und ist damit wesentlich schneller als die Faustform.

Sonderseminar: Doppelsäbel

Unsere Doppelsäbelform basiert auf der einhändigen Säbelform von Meister Ip Tai Tak wobei die leere Zweithand nun einen weiteren Säbel führt und in den Formablauf integriert. Hierfür werden einige Bilder entsprechend der zweihändigen Säbelführung variiert und so die Aktionsvielfalt um interessante Varianten und Anwendungen erweitert.


Schwertform

Von der Schwertform sagt man auch, sie sei die "Königsdisziplin der Kurzwaffen". Alle Bewegungen werden weich, fließend und verbunden ausgeführt und helfen zu besserem Körpergefühl, Balance, Koordination und Yi. Dies ist mit dem Schwert um einiges schwieriger als mit dem Säbel, da ein Schwert eine schmale, gerade, zweischneidige Klinge besitzt und anders als der Säbel nicht für kraftvolle "Hack-Techniken" geeignet ist, sondern für feine und elegante Schnitt-/Schlitz- und Stichtechniken mit Vor- und Rückhand, die großer Präzision bedürfen.

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Die Schwertform hat, genau wie Säbel- oder Speerform, heutzutage keinen direkten Kampfnutzen mehr, jedoch werden die Bewegungen bestimmten ursprünglichen Bedeutungen (stechen, schneiden, ableiten, schlitzen, etc.) zugeordnet. Wie auch in den anderen Waffenformen, erlernt man hierbei, seine Bewegungen auf einen Gegenstand abzustimmen und diesen elegant in seinen Formlauf zu integrieren. Ein chinesisches Sprichwort sagt: "Die Bewegungen der Schwertform sind die eines Drachen, der durch Wolken schwimmt".
Der Schwerpunkt der Schwertform dient dazu, seinen Fokus genauer auszurichten und eine bessere Abstimmung und größere Präzision der Bewegung zu erlangen als dies mit anderen Kurzwaffen möglich ist. Die Schwertform stellt höhere Anforderungen an Feinkoordination, verbundenes Bewegen, Intention, Entspannung und Fokus als alle anderen Waffenformen und stellt daher größere Ansprüche an grundlegend korrekte Haltung, Konzentration und entspannte Kraft. Außerdem bedarf sie viel mehr an Oberkörperarbeit.

Die Schwertform wird nach dem Erlernen etwas schneller ausgeführt als die Faustform.

Idealerweise (aber nicht zwingend) beherrscht man schon die Säbelform.


trad. Speerform & Stabform


Die Speerform ist die kürzeste der Waffenformen und mit ihren 17 Bildern sehr leicht zu lernen. Durch das Üben der Speerform entwickelt man ein massives Rooting (Verwurzelung) und ein gutes Verständnis von Yi (Fokus/Intention in der Bewegung) und dem Fa-Jin, der explosiven, entspannten Energiefreisetzung.
Aufbauend wird auch unsere Stabform (ca. 1,20 m Stab) unterrichtet und die Anwendungen in der Selbstverteidigung mit dem Stab geübt, denn anders als Schwert und Säbel ist die Stabform (Speerform) durchaus in der heutigen Zeit SV-tauglich, da man eine zusammengerollte Zeitung, einen Regenschirm oder Spazierstock schon mal zur Hand hat und die Techniken leicht zu adaptieren sind.


 


 

 

Hellebarde od. lange Speerform

Unsere Hellebardenform ist eine Abwandlung der Stabform und vereint in sich die Elemente des Stab und des Säbels in Form und Anwendung. Da sich hier eine Klinge an einem Stabende befindet ist die Handhabung anspruchsvoller als in der reinen Stabform da man auch bei schnellen Waffenwechseln stets auf die passende Ausrichtung der Klinge/Schneide achten muss. Man kann diese Form ebenfalls mit dem Speer laufen, falls keine Hellebarde zur Hand ist, oder diese für die Handgelenke noch zu schwer und anspruchsvoll ist.

Die Hellebardenform kann eigenständig erlernt werden, falls man jedoch vorher bereits die Stabform erlernt hat wird es einfacher.

 


Partnerübungen für Grundlagen, Form und Anwendung

Partnerübungen sind ein wichtiger Bestandteil beim Erlernen von Tai Chi Chuan. Ein Partner kann von außen auf verschiedene Übungen schauen, und helfend eingreifen und lenken um die Übungen klarer und deutlicher auszuführen. Durch das gegenseitige Helfen wächst ein tieferes Verständniss für die jeweiligen Zusammenhänge der einzelnen Übungen in einem heran wodurch sie wirkungsvoller werden.

Zuerst gehen wir auf verschiedenste Grundübungen zur Lockerung, Mobilisation, Dehnung und Koordination ein. Danach schauen wir uns sinnvolle Partnerübungen für die jeweiligen Formläufe an, jenseits von sturen Druck und Zugtests, und schließlich erweitern wir das Ganze auf verschiedene Anwendungsideen und die diesbezügliche Wandlung der Bewegungen je nach Partnergröße und Position.


Anwendungsideen und Kraftentfaltung

Am Anfang des Tai Chi Lernens steht der Formablauf, welche Hand gehört wohin und warum habe ich irgendwie immer zuviel Arme und Beine!?!? Hier ist es sehr sinnvoll nach den ersten Grundlagen eine der jeweiligen Ideen zu einer Bewegung zu kennen und zu verinnerlichen. Wofür ist "Vogel am Schwanz fassen", warum setze ich eine "Nadel auf den Mehresboden", welche Bewandtniss hat es mit "den Ball halten" oder einem "Yin-Yang-Fisch" auf sich? Zu all diesen Bildern, und vielen weiteren, werden wir Anwendungsideen geben, in Partnerübungen umsetzten und dann mit der Idee von Fa-Jin (explosive Kraftentfaltung) oder der Idee des "Release" üben, üben und üben.